Groschenkirmes

Seit mehr als 50 Jahren veranstaltet St. Willehad die „Groschenkirmes“ als Gemeindefest, ja sogar kleines Stadtfest, mit vielen Aktionen und Attraktionen und finanziert damit seit Beginn Projekte in der sog. „Dritten Welt“.

Waren es zu Beginn wechselnde Ziele, z.B. für Mutter Teresa, für eine Suppenküche in Bogota, für Nicaragua (Aktion „Bleistifte für den Frieden“), für Indien, für die Landpastoral in Santiago de Pupuja in Peru …, so konzentrierte sich das ab 1984 auf Brasilien und die dortige Diözese Barreiras im Nordosten. Klar war immer: der Erlös geht in die „Dritte Welt“ und bleibt nicht hier, da wir eine reiche Kirche sind und das, was gebraucht wird, auch so finanzieren können.

Mit Brasilien entwickelte sich dann eine lange Partnerschaft, geprägt vom direkten Kontakt mit dem österreichisch-stämmigen Bischof dort, mit Besuchen und Korrespondenz. Immer haben wir Projekte für Kinder gefördert: Bau von Gebäuden für Kindergärten, Ausstattung, Material, dann Hilfe bei den seit 2000 beginnenden Straßenkinderprojekten Cata-Vento, in denen ca. 700 Kinder in sechs Einrichtungen der Verwahrlosung entkommen konnten und zukunftsfähige Hilfe bekamen und bekommen.

Wir unterstützten mit Hilfe zum Bau, danach mit konkreten Projekten wie Instrumentenunterricht, Sportkurse, im letzten Jahr mit der Anschaffung von Laptops … Dazu kamen in den letzten Jahren punktgenaue Hilfen in der Landpastoral mit unserem Ansprechpartner Martin Mayr, seit über 30 Jahren Entwicklungshelfer im Bistum Barreiras. Wir förderten mit bestimmten Beträgen Rechtshilfe gegen den Landraub, technische Ausstattung zur Produktionssteigerung von Früchten und deren Vermarktung, Erwerbsmöglichkeiten für Frauengruppen, im letzten Jahr den Wiederaufbau einer Anlage zur Maniokmehlgewinnung, in diesem Jahr wieder eine Frauengruppe, die den Gemüseanbau intensivieren will mithilfe von solargesteuerten Sprinkleranlagen, alternativer Kompostgewinnung etc. Immer geht es um Hilfe zur Selbsthilfe, so dass Menschen ihren Lebensunterhalt verbessern können.

Seit zwei Jahren sind die Straßenkinderprojekte in Barreiras endlich in die kommunale Verwaltung übergegangen und so konnten wir einige Veränderungen vornehmen: WIr unterstützen weiter mit einem namhaften Betrag die Kleinbauernprojekte in der Region Barreiras, wir fördern weiter 5 Schüler in Kenia, wir haben zwei Jahre lang Brunnenbauprojekte in Sierra Leone finanziert und auch noch Microkredite dort vergeben. WIr sind dabei, unseren Erlös in kleine, konkrete Hilfen zu verteilen und prüfen nun zusätzlich einen Beitrag zu Projekten in Nigeria (Waisenhaus) und Südafrika (Kinderhaus im Township bei Kapstadt) , zu denen es durch uns gut bekannte und engagierte Menschen einen direkten Kontakt gibt.

In diesem Jahr ist die Groschenkirmes am 22. und 23. August 2026.